Anja Harteros zählt heute zu den weltweit gefragtesten Sängerinnen ihres Faches und ist auf allen großen Opern- und Konzertbühnen zu erleben.Schon während ihres Studiums an der Kölner Musikhochschule bei Frau Professor Liselotte Hammes führten erste Engagements sie bereits im jugendlichen Alter von 23 Jahren an die Opernhäuser Gelsenkirchen und Bonn. Nach dem Gewinn des Wettbewerbes"Cardiff Singer of the World 1999" wurde Anja Harteros von der Bayerischen Staatsoper eingeladen und gab ihr Rollendebüt als Agathe (Der Freischütz) unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta. Die internationale Karriere setzte sich fort mit Engagements an allen großen internationalen Opernhäusern wie der Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, den Staatsopern in München, Wien, Berlin, Hamburg und Dresden sowie den Opernhäusern in Florenz, Amsterdam, Paris, Tokyo, Lyon, Berlin, Frankfurt und San Diego, dem Edinburgh Festival und den Salzburger Festspielen. Sie arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Riccardo Muti, James Levine, Jesus Lopez Cobos, Sylvain Cambreling, Ingo Metzmacher oder Ivor Bolton zusammen. Für ihre herausragenden sängerischen wie darstellerischen Leistungen in der Spielzeit 2004/2005 an der Bayerischen Staatsoper München wurde die Künstlerin mit dem Preis der Münchener Opernfestspiele ausgezeichnet. Ihr vielseitiges Repertoire umfasst Partien wie Mimì (La bohème), Violetta (La Traviata), Desdemona (Otello), Amelia (Simone Boccanegra), Alice Ford/Falstaff, Micaëla (Carmen), Fjordiligi (Così fan tutte), Contessa (Le nozze di Figaro), Donna Anna (Don Giovanni), Elettra (Idomeneo), Agathe (Der Freischütz), Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Elisabeth (Tannhäuser) sowie die Titelpartien Alcina und Arabella.
Konzertverpflichtungen führten Anja Harteros nach Boston, Florenz, London, Edinburgh, Straßbourg, Kopenhagen, Valencia, Vicenza, Tel Aviv und Köln.. Die amerikanische Erstaufführung von Arvo Päert´s "Como anhela la cierva" (mit dem Boston Symphony Orchestra ), die Altenberg-Lieder von Alban Berg sowie die Gurre-Lieder von Arnold Schönberg ergänzen das klassische Konzertrepertoire. Liederabende gab sie in der Londoner Wigmore Hall and bei den Richard-Strauss-Festival Garmisch-Partenkirchen.
Auszeichnung:
Grammy Awards Nominierung 2008
in der Kategorie: "Best Opera Recording" - La Traviata
Award to the Conductor, Album Producer(s), Principal Soloists
Auszeichung:
05.07.2007 Bayerische Kammersängerin
Anja Harteros erhält den Titel "Bayerische Kammersängerin" für ihre herausragenden Verdienste um die Bayerische Staatsoper von Bayerns Kunstminister Thomas Goppel verliehen.
Auch im Schatten der Fußball-WM gedieh die Kunst. Zum 34. Mal sagen die Redakteure der AZ-Kultur, was für sie 2006 das Herausragende war.
Hier die Sterne des Jahres – unsere persönliche Auslese.
Oper/Gesang: Anja Harteros
Sir Peter Jonas entdeckte sie als Juror des Wettbewerbs "Cardiff Singer of the World 1999" und holte sie als "Freischütz"-Agathe an die Bayerische Staatsoper. Dort sprang Anja Harteros in einer als CD mitgeschnittenen "Traviata" unter Mehta als anrührende, bezaubernde, aber auch gefährlich neurotische Violetta ein. Noch stärker blieb die Sopranistin heuer aber in zwei heiklen Mozart-Partien im Gedächtnis: Bei ihrer Fiordiligi ("Cosi fan tutte") in der Staatsoper bewegte sie durch Ernst, als Elettra im Salzburger "Idomeneo" beschritt sie den messerscharfen Grat zwischen Schrecken und Stilisierung in der leisen Raserei introvertierter Selbstzerstörung. Solch authentisch-unspektakulären Ernst erlebt man selten!